Wo viel kommentiert wird, gibt es Aufmerksamkeit!
Gehen Sie gerne in eine leere Kneipe oder Restaurant?
Natürlich nicht! Sie werden sagen, da ist ja nichts los! Karl-Heinz Wenzlaff vergleicht dies mit Kommentaren im Internet. Im Kommentar seines Beitrags Mehr Blogleser durch zeitversetztes Veröffentlichen? schreibt er:
“Das haben Blogpostings offenbar mit Kneipen gemein: Wenn schon einer drin sitzt, gesellt man sich dazu. Ist die Kneipe leer, geht keiner rein.”
Der Vergleich ist sehr passend!
Frauen (meist die knappe Ressource in Kneipen) kommen erst, wenn die Kneipe voll ist. In meiner Studie über das Flirtverhalten in Münchner Kneipen kam genau das raus: Frauen alleine und zu zweit kommen erst, wenn der Laden voll ist. Im FlirtPodcast.de beschreiben deshalb die Studenten auch immer die Prime Time einer Flirtkneipe.
Wo viele hingehen, muss was los sein … da muss ich hin! Warum ist das so?
Wo was los ist, gibt es viel Aufmerksamkeit zu verteilen! Sehen und geSehen werden, ein Geschäft um die Aufmerksamkeit. Wer soll in einer leeren Kneipe einen beachten?
Gibt es viele Kommentare zu einem Beitrag in einem Blog, werden auch viele wieder kommen. Der Mensch ist neugierig … will doch wissen, was die anderen dazu sagen bzw. ob die anderen einen geSehen haben. Man könnte ja seine Portion Aufmerksamkeit verpassen!
Fazit: Wie beim Flirten und Verkaufen gilt es beim bloggen die Prime Time der Blog Leser zu erforschen und im passenden Moment Beiträge dem Leser zu offerieren, damit der kommentierende Leser auch die Chance hat selbst mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.
Wann surfen Sie im Internet, lesen Beiträge in Blogs und kommentieren diese?
Freu mich auf Ihre Antwort!
23. April 2008
Zwischen 9 und 10 Uhr surfe und lesen ich am häufigsten im Internet.
23. April 2008
Das kann ich bestätigen! Ich schreibe am liebsten Kommentare, wo schon ein paar Kommentare sind. Werden es zuviele halte ich mich eher zurück.
23. April 2008
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit (im doppelten Sinne)! Interessante Kommentare ziehen natürlich neue Kommentare nach sich.
Zwei Punkte sind meines Erachtens sogar noch wichtiger für eine hohe Zahl von Kommentaren:
Erstens muss die Gesprächseröffnung stimmen. Der Autor des Postings kann das erreichen, indem er Thesen aufstellt, die polarisieren oder zumindest kontrovers zu diskutieren sind. Er kann natürlich auch mit Fragen zum Gespräch einladen, wie oben geschehen.
Zweitens sollte der Autor die Diskussion gut moderieren, solang ihm das nicht eine intakte Stammlesergemeinschaft abnimmt, die sich bei gut geführten Blogs hoffentlich bald bildet.
Da passt dann auch schon wieder das Bild mit der Kneipe, in der die Stammgäste dem Wirt zu Feierabend dabei helfen, die Stühle hochzustellen.
Viele Grüße nach München!
23. April 2008
Danke Karl-Heinz für Deine weiteren Punkte!
Das stimmt, Thesen die polarisieren oder zumindest kontrovers zu diskutieren sind, führen zu Aufmerksamkeit. Das kann man wunderbar bei bekannten Persönlichkeiten im Fernsehen beobachten und bei Diskussionen am Ende eines Vortrags.
Vielleicht hast Du ja Lust hier Stammgast zu werden
Viele Grüße nach Berlin
24. April 2008
Also ich kann nicht sagen, dass ich erst schreibe, wenn andere schon etwas hinterlassen haben.
Ich persönlich schreibe sogar gerne als erstes über ein Thema bzw. schreibe auch gerne als erstes auf StudiVz-Pinnwänden. Dazu muss natürlich die Voraussetzung gegeben sein, dass mich das Thema interessiert und ich auch sattelfest darin bin bzw. mich die Person (im studivz) anspricht.
Wenn ich nämlich der Erste war, gibt mir das irgendwie ein gutes Gefühl;-) Liegt aber denke ich auch an meinem Charakter!!!
Und um nun noch deine Frage zu beantworten: ich surfe zu keiner bestimmte Zeit, aber abends dann doch mehr als tagsüber. Liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich in einigen Chatrooms aktiv bin und diese am Abend höher frequentiert sind.
Also dann, ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
Servus und Grüße aus München nach München;-)